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ePass - der neue biometrische Reisepass 
5. Vorbehalte gegen den ePass
5.6.4 Informationspolitik
Die offiziellen Informationsseiten zum ePass [BMI 2005a-e] [BSI
2005a-c] [BUND 2005] vermitteln den Eindruck, es handele sich um
eine ausgereifte und risikofreie Technologie. So spricht beispielswei-
se das Bundesministerium des Inneren von „technisch perfekten Lö-
sungen“ die „ausreichend getestet“ seien [CCC 2005]. 
Zur gleichen Zeit ergibt eine Studie des Bundesamtes für Sicherheit
in der Informationstechnik, „dass der Einfluss von Alterungseffekten
auf die Erkennungsleistung Biometrischer Systeme bisher noch nicht
ausreichend untersucht ist“ und „vor dem Echtbetrieb in einer kon-
kreten Anwendung eine gründliche Untersuchung der Funktionstüch-
tigkeit, der Erkennungsleistung und der Überwindungssicherheit
sinnvoll und notwendig“ erscheint.
Auf einer Informationsseite zum ePass suggeriert das BSI, ein Lesen
der Daten des ePasses sei – wenn überhaupt - nur bis zu einer Entfer-
nung von höchstens 15cm möglich:
Ein aktives Auslesen über diese Entfernung
[10cm] hinaus ist beim für
den Reisepass verwendeten RF-Chip durch das Erhöhen der vom Lesege-
rät verwendeten Feldstärke maximal noch bis ca. 15 cm möglich. Darüber
hinausgehende Lesereichweiten sind aufgrund physikalischer
Gesetzmä-
ßigkeiten nicht realistisch.
[BSI 2005a]
Unerwähnt bleibt die von Mitarbeitern des BSI durchgeführte Studie
[FK 2004], die zeigt, dass das passive Mitlesen einer Kommunikati-
on bis zu einem Abstand von 2 Metern „ohne weiteres“ möglich ist.
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